Büchereien setzen verstärkt auf Online

Neckar-Bergstraße Interesse an elektronischen Medien steigt durch Corona-Krise sprunghaft an / Ladenburg ruft Lieferservice ins Leben

25. März 2020 Autoren: Anja Görlitz (agö), Hans-Jürgen Emmerich (hje)

Weil die öffentlichen Bibliotheken derzeit wegen der Corona-Krise geschlossen sind, setzen die Einrichtungen verstärkt auf ihre digitalen Angebote. Seit der Publikumsverkehr in den Büchereien ruht, steigt die Ausleihe elektronischer Medien sprunghaft an. „Wir haben in der vergangenen Woche fast 19.000 Entleihungen gezählt“, berichtet Regina Herhoff von der Geschäftsführung der Metropolbib: „Das sind 5000 mehr als in einer durchschnittlichen Woche.“

Vollständiger Artikel

Online Bibliotheksangebote

Bibliotheken sollen durch Corona-Krise begleiten – Online-Angebote auch in Baden-Baden rund um die Uhr. Die Stadtbibliothek Baden-Baden hat auch ein Online-Angebot, unter anderem mit ebooks und eAudios.

Karlsruhe, 24.03.2020, Bericht: Regierungspräsidium Karlsruhe Im Zuge der Präventivmaßnahmen gegen die weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus sind auch im Regierungsbezirk Karlsruhe die öffentlichen Bibliotheken bis auf Weiteres geschlossen. Die Bevölkerung kann während der Corona-Krise aber dennoch von zeitgemäßen Bibliotheksangeboten profitieren.

Mit der Schließung für den Publikumsverkehr und dem damit einhergehenden Wegfall der Ausleihmöglichkeit von physischen Medien, rückt ein Teilbereich heutiger hybrider Bibliotheksangebote verstärkt in den Fokus: Die digitalen Online-Angebote der öffentlichen Bibliotheken sind während der Corona-Krise ein Trumpf. Im Zusammenspiel mit Online-Angeboten von Medienhäusern, Museen und anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen gewährleisten die Bibliotheken mit ihren digitalen Onlinediensten für die Bevölkerung auch in schwierigen Zeiten einen gesicherten Zugang zu verlässlichen Informationen und Unterhaltung…

metropolbib.de. Die E-Ausleihe Rhein-Neckar (interkommunales Angebot des Vereins Metropol-Card-Bibliotheken Rhein-Neckar e.V.) unter www.onleihe.de und metropol-card.net

Weitere Informationen über die Fachstelle für das öffentliche Bibliothekswesen am Regierungspräsidium Karlsruhe unter rp.baden-wuerttemberg.de > Abteilung 2 > Referat 23 > rp.baden-wuerttemberg.de (direkter Link: rp.baden-wuerttemberg.de). Das Beraterteam steht bei Bedarf gerne für Rückfragen zur Verfügung.

https://www.goodnews4.de/nachrichten/rathaus-service/baden-baden/item/bibliotheken-sollen-durch-corona-krise

Vollständiger Artikel

Metropol-Card-Bibliotheken Rhein-Neckar e.V. – Vom Verbund zum Verein

Kurioserweise entstanden in den letzten Jahren durch Zusammenschlüsse für die Ausleihe von digitalen Medien regionale Verbünde. Diese starteten meist als Zweckverbände für die gemeinsame Finanzierung. Bundesweit einzigartig ist die Kombination aus gemeinsamem Bibliotheksausweis Metropol-Card, Onleihe-Verbund metropolbib, PressReader-Angebot in einer Vereinsstruktur unter hauptamtlicher Geschäftsführung und das über drei Bundesländer hinweg, wie es im Metropol-Card-Bibliotheken Rhein-Neckar e.V. geschieht. Die Metropol-Card wurde 2007 und metropolbib 2011 eingeführt. Die Verbünde wurden 2015 zusammengeführt, um z.B. Sponsorengelder einwerben zu können. Der Verein hat sich als die beste Organisationsform herausgestellt, um eine kommunenübergreifende Lobbyarbeit zu betreiben und im Rahmen einer Dachorganisation, in diesem Falle die Metropolregion Rhein-Neckar, effizient zu betreiben. Der Vortrag beleuchtet die organisatorischen Rahmenbedingungen für den Verein innerhalb der kommunalen Strukturen. Dabei soll auf die Finanzierungsmodelle des gemeinsamen Medienerwerbs und der Geschäftsführung eingegangen werden. Ebenso werden die Mehrwerte beleuchtet wie das gemeinsame Marketing. Hier wird auch der Blick auf die Frage nach organisatorischen Veränderungen, gerade in kleinen Bibliotheken, gelegt und darauf, wie große Bibliotheken als treibende Mitglieder die Entwicklung voranbringen können. Neben den vielen Vorteilen sollen auch die Herausforderungen diskutiert werden, wie die Unterschiede in den Bibliotheken, die zu anderen Prioritätssetzungen führen. Schließlich sollen auch die Aspekte der Entwicklung eines solchen regionalen Verbundes diskutiert werden, wie die Frage nach den Grenzen seines Wachstums, der Aufbau einer gemeinsamen Nutzerdatenbank und die Notwendigkeit gemeinsamer Rechercheinstrumente. Die Veranstaltung soll als Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch mit anderen, ähnlichen Verbünden dienen oder als Anregung für im Aufbau befindliche Vereine.

Dr. Bernd Schmid-Ruhe und Regina Herhoff

106. Bibliothekartag in Frankfurt/Main

TK 4: Fokus Dienstleistungen und Produkte / Fokus Kunde – Dienstleistungen von Bibliotheken ( 31.05.2017, 09:00 – 11:30 Uhr, Raum Panorama 3 )

Konferenzveröffentlichung (Abstract)

https://opus4.kobv.de/opus4-bib-info/frontdoor/index/index/docId/2906